Wie du eine Vision entwickelst, ohne dich im Ideen-Chaos zu verzetteln

5. März 2020

#042 In dieser Podcastfolge erfährst du

💥 Was „Vision“ überhaupt bedeutet und was sie dir bringt

💥 Wie du deine Vision findest

💥 3 Hilfen dafür, wie du dich auf dich, deine innere Stimme und Bauchgefühl fokussieren kannst

In dieser Folge erfährst du, wie du eine Vision entwickelst ohne dich im Ideen-Chaos zu verzetteln. Dafür werde ich erklären, was eine Vision ist und was es bringt, eine zu haben. Dann natürlich auch, wie du deine Vision entwickelst und 3 Hilfen dafür, wie du mehr auf dich, auf deine innere Stimme und dein Bauchgefühl fokussierst und weniger auf das, was andere sagen.

Was ist eine Vision?

Eine Vision ist der Soll-Zustand der Zukunft, der ideale Soll-Zustand der Zukunft. 

Was heißt das? 

Das ist eine Vorstellung davon, wie es in Zukunft sein kann oder sein sollte, wenn alles bestmöglich verläuft. Du kannst dir das so vorstellen: Wenn das Leben ein Flughafen ist, an dem du deine Zeit verbringst, dann ist die Vision das, was du dir vorstellst, wo du hinfliegen wirst. Sagen wir mal du stehst am Flughafen am Gate und entwickelst eine Vision: „Ah das gibt’s einen Flug auf die Malediven. Da ist es super sonnig, ich werde schnorcheln können und total relaxen können. Vielleicht auch tauchen gehen können.“ Du malst es dir in den schönsten Farben aus, das Wasser ist türkisblau, du wirst im Wasser den Boden sehen und bunte Fische vorbei schwimmen sehen. 

Das ist eine Vision. Dir vorstellen zu können, wo du sein wirst und wie es dann dort ist. Eine Vision ist also der ideale Soll-Zustand der Zukunft.

Was bringt es denn jetzt, eine Vision zu haben?

Zum einen bringt es eine unglaubliche Ruhe rein und auch eine bestimmte Gewissheit darüber was du willst und was du nicht willst. Weil wenn du weißt: „Ah ok, ich bin am Flughafen. Ich will auf die Malediven fliegen“. Dann weißt du, alle Flüge die aufgerufen werden nach Rom, Paris, New York, das sind alles Flüge, die du nicht nehmen willst. Denn du möchtest auf die Malediven fliegen. Wenn du dir aber noch nicht sicher bist, wo du eigentlich hinfliegen willst, könntest du bei jedem Flug der aufgerufen wird in Panik geraten und dir denken: „Oh ja, das wäre auch cool. Oh Italien, ich würde gerne wieder Pizza essen. Oh New York, voll cool!“

Dann bist du in einer ständigen Aufgeregtheit und kannst nicht wirklich in ein Flugzeug steigen und wirklich dorthin fliegen.

Das Schöne ist, dass kein Ort – weder New York, Paris, Rom, Malediven – nur einer davon, dich glücklich machen wird. Die Chance, dass du zufrieden und glücklich bist, an jedem dieser Orte, ist sehr hoch. Solange du immer für dich bewusst entscheidest: „Ok, das ist die Richtung, in die ich gehe. Und da in dieses Flugzeug setze ich mich rein und probiere das jetzt aus.“

Wie findet man also seine Vision? Wie finde ich eigentlich heraus, wo ich hinfliegen will, wenn ich am Flughafen stehe? Woher weiß ich das eigentlich?

Ich habe lange gedacht, dass ich die Vision eher im Außen finden werde. Bildlich gesprochen bin ich am Flughafen hin und her gelaufen und habe mir alle Gates angeguckt und alle Schilder, wo darauf steht, in welche Richtung es fliegt. Habe Leute gefragt, die schon einmal da waren und habe überlegt: „Hm, passt das denn?“ Und bin sozusagen am Flughafen entlang gelaufen und habe die ganzen Ideen aufnehmen wollen. Wie Türen, die vor mir sind. Gefühlt hatte ich dann 100 Türen vor mir, die alle gut sind und alle zu mir passen. Das ist ehrlich gesagt, ganz schön überfordernd und ich kenne einige, die es so machen.

Ich dachte immer, dass eine Vision ein Leuchtturm ist, der im Außen ist. Also ein Punkt, an dem ich mich orientieren kann. Eine Richtung, in die ich dann Laufe. Aber eine meiner Coaches, Elisabeth Hanke, eine super geniale Frau, sagte einmal den Satz: „Um deine Vision zu kennen, richte deine Aufmerksamkeit nach innen und nicht nach außen.“ Das war für mich eine völlig neue Idee, dass die Vision eher in mir entsteht und durch mich im Außen sichtbar ist. Dass es nicht etwas ist, was im Außen ist und ich gehe dann dorthin. Sondern durch mich, in mir entsteht das, also eher eine Bewegung von innen nach außen.

Bei Elisabeth habe ich dann in einem Kurs, den sie anbietet – er heißt auch „Vision“ – habe ich meine Vision entwickelt. Ich möchte sie gerne mit dir teilen, weil es ein Gefühl oder ein Satz, wie es sein soll. Denn das passt im Moment besser zu mir und ich möchte es dir mitgeben. 

Es ist der Satz: „Ich lebe ein Leben, das (mich) berührt.“. Dabei ist das mich in Klammern, also „Ich lebe ein Leben, das berührt.“ und „Ich lebe ein Leben, das mich berührt.“ 

Ich weiß für mich ganz genau, was ich mit diesem „berührt sein“ meine. Das sind so Momente, wo mir ganz oft die Tränen kommen, weil es mich so tatsächlich berührt in dem Moment. Ich möchte gerne ein Leben leben, das ganz viele solcher Momente hat, wo ich berührt bin oder wo eine andere oder mehrere Personen auch berührt sind. Also dieses Ur-Menschliche, da habe ich total Lust darauf. Ein Leben, das warm und mitfühlend ist, das leidenschaftlich ist. 

Das ist meine Vision, wie ich gerne mein Leben leben möchte. Deswegen teile ich es mit dir. Es müssen nicht immer Zahlen sein oder ein konkreter Umsatz oder eine bestimmte Tatsache, die dann in deinem Leben ist. Es kann auch sein, dass es für dich passt, einem bestimmten Gefühl zu folgen oder einem bestimmten Zustand, wie du das Leben erleben möchtest.

Nun werde ich noch 3 Hilfe mit dir teilen, wie du dich auf dich und deine innere Stimme und dein Bauchgefühl fokussieren kannst. Damit du es schaffst, die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken und nicht im Außen schaust, was gibt’s denn. 

1.Rückschau machen

Du kannst einen Lebensgraph zeichnen, der 2 Achsen hat, einmal die x-Achse und die y-Achse. Für die, die es nicht mehr aus der Schule wissen: die x-Achse ist unten, dort steht die Zeit dran. 🙂 Die y-Achse ist die, die von unten nach oben geht. 

Dann kannst du diesen Graphen einzeichnen, die y-Achse und die x-Achse. Auf der y-Achse ist die subjektive Qualität deines Lebens und unten auf der x-Achse ist die Zeitachse. Da kannst du dein Leben Revue passieren lassen. Also alle wichtigen Punkte, die da waren und für dich wichtige Meilenstein in deinem Leben waren. Und dann die subjektive Qualität deines Lebens eintragen. Das ist natürlich total individuell, es gibt kein richtig und kein falsch.

Du kannst z.B. Stationen, die für dich wichtig sind eintragen, wie z.B. Kindergarten, Grundschule, vielleicht gab es einmal einen Umzug, vielleicht bist du einmal Schulsprecher*in gewesen oder hast eine Reise gemacht. Vielleicht haben sich deine Eltern getrennt – also alle wichtigen Punkte, in deinem Leben.

Dann kannst du noch zusätzlich eintragen, was dich in diesem Moment begeistert hat. Wofür hast du dich begeistert, was hat dir Spaß gemacht, was hat dich inspiriert, was hat die Kraft gegeben. So hast du einen bunten Graphen, wo drin steht, was dich begeistert hat oder immer noch begeistert und dir gut getan hat, in der Zeit. 

Wenn du das einmal vor dir hast, kannst du mit einem Stift markieren, was du gerne in die Zukunft mitnehmen möchtest. Vielleicht sind es bestimmte Beziehungen, ein bestimmtes Hobby oder etwas, das du länger nicht gemacht hast und wieder machen möchtest.

In der Rückschau siehst du, was du bereits erlebt hast, was schon Tolles da gewesen war und was du in die Zukunft mitnehmen willst. 

2. Visionboard gestalten

Das kannst du machen wie du willst, das steht dir vollkommen frei. Du kannst ein großes Blatt holen und aus Zeitschriften Bilder und Texte ausschneiden. Es ganz haptisch machen und alles, was du schön findest, aufkleben oder aufmalen. 

Ich mag es auch total gerne bei Pinterest machen und mir bei Pinterest Bilder aussuchen, die mich inspirieren und ich schön finde. Oder einfach auch aus dem Internet Bilder raussuchen und eine Power Point machen. Es gibt da ganz viele Möglichkeiten.

Immer, wenn du etwas schön findest, kannst du etwas hinzufügen. 

3. Spekulieren anderer

Das bedeutet, dass du andere danach fragst, was sie für dich sehen. Vielleicht nicht unbedingt nur Menschen, die dich sehr gut kennen, sondern auch Menschen, die dich nicht so gut kennen. Wenn du ihnen von deiner Idee erzählst oder ihnen vielleicht dein Visionboard zeigst, dass du sie fragst, was sie noch für Ideen für dich haben.

Da empfehle ich dir, in einen Geschenke-Modus zu gehen, dich einfach beschenken zu lassen. Du musst nicht alle Geschenke annehmen, du kannst dich einfach beschenken lassen und manche Idee passen und manche nicht. 

In dem Zusammenhang möchte ich dich ganz herzlich zur Lebenshunger Akademie einladen, die jetzt am 12. März stattfindet. Wo wir genau das machen werden. Unser Thema ist „Vision“ und wir werden über einander wohlwollend spekulieren.

Ich habe das schon oft mit Teilnehmer*innen gemacht und es funktioniert total gut, vor allem, wenn man sich nicht kennt. Also Unbekannte werden positiv über dich spekulieren, dir Ideen mitgeben und ich kann es gar nicht beschreiben, es ist voll Magic. Denn es funktioniert immer. 

Die Menschen kennen dich nicht, sie sitzen vor ihrem Computer und sehen nur dein Video und hören deinen Ton und sagen Sachen über dich, die deine engsten Freunde nicht an dir kennen oder gedacht hätten. Das ist so ein wahnsinnig schönes Gefühl und deshalb möchte ich ganz herzlich dazu einladen.

Du kannst gerne mitmachen, wenn du nicht gerade weißt, was deine Vision ist. Vielleicht weißt es aber schon ganz genau und hast Lust neue Ideen zu bekommen. Vielleicht ist es aber auch, dass du in bestimmten Bereichen schon ganz sicher bist, aber in anderen noch nicht. Du sagst z.B. privat möchte ich es so haben, aber was will ich denn wirklich beruflich machen? Dafür wäre es total passend und du wirst viele, viele schöne Ideen mitbekommen. Und natürlich auch anderen Ideen schenken, das ist auch eine coole Erfahrung. 

Den Link zur Anmeldung findest du in den Shownotes oder auf der Website schauen unter: evahunger.com/akademie.

Kommen wir zum Abschluss nochmal zu dem Bild vom Flughafen. Ich möchte dich einladen, dich bewusst für einen Flug irgendwann zu entscheiden. Denn wenn du immer überlegst, soll ich das oder das machen, dann wirst du ein Leben am Flughafen leben und nie irgendwohin gereist sein. Das ist natürlich auch vollkommen ok, so sein Leben zu leben aber du wirst nie von deiner REise erzählen können, sondern immer von deinem Flughafen.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei, deine Idee zu entwickeln und schreibe mir wie immer sehr gerne, wie dir die Podcastfolge gefallen hat. Du kannst mich unter Social Media gut erreichen oder per E-Mail! Ich freue mich auf deine Rückmeldung!

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